Ideale Bodenpflege mittels Gründüngung

Vor allem Lupinen sind hervorragend zur Verbesserung des Bodens seeds-1302793_640 (1)geeignet, weil ihre über zwei Meter langen Wurzeln weit in verdichtete Böden eindringen und nach deren Absterben tiefe Kanäle zurücklassen. Damit entsteht eine natürliche Drainage. Landschaftsgärtner empfehlen sie deshalb bei Böden, die von schweren Baufahrzeugen belastet wurden.
Im Fachhandel und in Baumärkten erhält man Saatgut von sogenannten Düngelupinen, die einjährig sein sollten und im Winter absterben.

Diese werden von April bis September gesät, wobei die Samen mit großen Würfen ausgestreut und danach eingeharkt werden.
Vor der Aussaat sollte die Fläche möglichst so bearbeitet werden, dass die oberste Schicht möglichst krümelig ist. Anschließend arbeitet man ein wenig Kompost oder mineralischen Dünger ein. Sollte eine Selbstaussaat im darauffolgenden Jahr verhindert werden, muss man direkt nach der Blüte die Samenstände abschneiden.

Düngelupinen gehören zu einer besonderen Pflanzengruppe, die in der Lage ist, Stickstoff aus der Luft zu binden. Das geschieht mithilfe von speziellen Bakterien, die in den Verdickungen der Wurzeln leben. Diese sogenannten Knöllchenbakterien fixieren den Stickstoff und stellen ihn in chemisch gebundener Form ihrer Wirtspflanze zur Verfügung. Werden Pflanzen nach dem Absterben untergegraben, wird der Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff angereichert. Es handelt sich bei dieser Vorgehensweise um eine echte und preiswerte Gründüngung im eigentlichen Sinne.

Industrieller Dünge-Stickstoff ist nicht so empfehlenswert, da seine Herstellung mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden ist.
Als weitere hervorragende Gründüngungspflanze gilt die Phacelia. Sie ist mit keiner anderen Pflanze in Europa verwandt und spielt daher als Krankheitsüberträger auch keine Rolle. Diese Pflanze gehört mit ihren blauvioletten Blüten zu den besonders attraktiven Gründüngern. Die Phacelia keimt schnell und sorgt für eine sehr gute Durchwurzelung des Bodens und unterdrückt Unkräuter. Idealerweise kombiniert man sie mit Sonnenblumen.

Der beliebte Gelbsenf sollte nicht eingesetzt werden, wenn in der Folgezeit der Anbau von Kreuzblütern geplant ist. Er fördert die gefürchtete Kohlhernie, eine Erkrankung der Wurzeln, die von einem Schleimpilz verursacht wird.

Gründüngung für abgeerntete Beete

Auch bei abgeernteten Beeten sorgt eine Gründüngung im Herbst für eine deutliche Bodenverbesserung. Mit den ersten Frösten frieren Pflanzen ab, Stängel und Blätter bedecken den Boden und verwandeln sich allmählich in Humus. Gebundene Nährstoffe werden ganz allmählich wieder freigegeben, und es entstehen wertvolle Humus-Ton-Komplexe. Außerdem verhindert diese Pflanzendecke eine Verschlämmung des Bodens durch Niederschläge. Die Folge wären harte trockene Böden.

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