Bodenvorbereitung und Kalken

Sind in einem Boden zahlreiche Regenwürmer vorhanden, ist das ein garden-786105_640 (1)Zeichen für eine besonders gute Qualität. Diese vermehren sich besonders stark, wenn organisches Material wie Pflanzenreste oder Kompost vorhanden ist. Stark belebtes Erdreich bedeutet in der Regel hohe Fruchtbarkeit.

Außerdem sind diese Böden sehr fruchtbar, weil sie viel Wasser und zahlreiche Nährstoffe enthalten. Bei leichten und sandigen Böden lässt die Fähigkeit zur Wasser-und Nährstoffspeicherung sehr zu wünschen übrig.

Sollte der Boden zu locker und zu sandig sein, lässt er sich trotzdem sehr gut verbessern. Empfehlenswert ist zudem eine Analyse von Bodenproben, diese sollte alle 3-5 Jahre ausgeführt werden. Neben der Bodenart ermittelt das Labor auch den Säurewert und den Stoffgehalt. Mit den Ergebnissen bekommt man in der Regel auch eine konkrete Düngeempfehlung, das hat den Vorteil, dass man nicht Gefahr läuft, zu Überdüngen oder die Pflanzen hungern zu lassen.

Den pH-Wert kann man auch mit einem Testset aus dem Garten-Fachhandel selbst ermitteln. Bei sandigen Böden wird ein Wert von etwa pH-5 angestrebt, bei schweren Böden pH-6.Der festgestellte Wert gibt an, ob und wie viel Kalk zu verwenden ist, denn im Laufe der Zeit neigt jeder Boden zur Versauerung. Wenn alle drei Jahre eine Ausgangskalkung von 150 g mildem Algenkalk je Quadratmeter ausgeführt wird, liegt man in der Regel richtig.

Die idealen Jahreszeiten für eine Verkalkung sind der Herbst und Winter, weil dann die Mineralien ganz allmählich in Lösung gehen können. Auf schweren Böden kann man im Herbst auch Mist aufbringen, allerdings erst vier Wochen nach durchgeführter Kalkung. Kalk regt das Bodenleben zunächst stark an, dass die Mikroben die organische Masse rasch abbauen würden und die freigewordenen Nährstoffe werden ungenutzt ausgewaschen. Der ideale organische Dünger ist Mist, wobei Pferdemist mindestens ein Jahr Rotte hinter sich haben sollte, da dieser sehr scharf ist. Lockere oder sandige Böden sollten erst im Frühling mit Mist oder Kompost vermengt werden.

Mist und Kompost eignen sich sowohl als Dünger als auch als Bodenverbesserer. Sie liefern Humus, der mit den mineralischen Bodenbestandteilen sogenannte Ton-Humus-Komplexe bildet.
Diese sogenannten Komplexe verbessern das Bodengefüge enorm. Es besteht die von Gärtnern so begehrte Krümelstruktur, welche die Fruchtbarkeit des Bodens stark erhöht. In leichten Böden fehlen den Humminstoffen jedoch häufig die richtigen Partner, die Mineralien aus Ton. Hier können Gartenbesitzer nachhelfen, indem sie schon im Herbst Gesteinsmehl ausstreuen.

Regenwürmer unterstützen die Komplexbildung enorm, ihr Kot ist das Fruchtbarste, was Böden zu bieten haben. Bei tonigen, schweren Böden sind dagegen die mangelhafte Wasserdurchlässigkeit und der geringe Gehalt an Luftporen das Problem. Hier ist es empfehlenswert, reichlich groben Sand und groben Rindenhumus beizumengen.

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